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Stadtteilnähe – ein wichtiges Instrument der Eigenprofilierung

„Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir“ – dieses klassische Leitmotiv gehört auch heute noch mit Recht zum festen Bestand jeder guten Pädagogik. Dennoch friert die „Grammatik“ dieser Formulierung entgegen ihrer eigenen Intention einen Widerspruch in sich ein: Auf der einen Seite steht die Schule, auf der anderen das Leben. Ein Antagonismus, der bis heute wirkt. Aus diesem Grunde haben Praktiker vor Ort in den letzten Jahren zahlreiche Ideen und Aktivitäten entwickelt, den Lernort Schule mit der Realität des sozialräumlichen Umfelds auf eine vielfältige Art miteinander zu verbinden.

So schießen in den letzten Jahren Schülerfirmen wie Pilze aus dem Boden, die echte Aufträge akquirieren und in den schuleigenen Fach- und Werkräumen abwickeln. Andersherum finden immer öfter externe Bildungsanbieter, wie die VHS oder FBS, ihren Weg in die Schule, um dort ihre Seminare abzuhalten. Weitere Trends nehmen die Umgestaltung der Schule selbst in den Blick. Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, die die Kreativität fördert und zum Verweilen einlädt – auch in den Ferien. Die Schule wird damit zu einem immer wichtigeren Erlebnis- und Lebensort gerade eben auch für die Schüler.

Wie im einzelnen die Aktivitäten auch immer aussehen mögen: In allen Fällen geht es darum, die unsichtbare Wand zwischen Schule und dem Stadtteil, in dem sich diese Schule befindet, in beide Richtungen immer durchlässiger zu machen und die Schule zum selbstverständlichen und immer präsenten Teil des Alltagslebens zu gestalten. Eine Entwicklung, die viele positive Folgen für die Schule selbst hat. Denn die ständige, hohe Präsenz verankert Schule nachhaltig positiv in den Köpfen der Menschen aus der Nähe und positioniert sie damit jeden Tag als den „ersten“ Bildungsanbieter für die Kinder und Jugendlichen aus dem ummittelbaren Umfeld.

Kurz: Die Schaffung eines vielfältigen Identifikationsangebots durch eine lebendige Verbindung von Schule mit dem sozialräumlichen Umfeld wird damit zu einem wichtigen Instrument der Eigenprofilierung.

Das können wir für Sie tun:

  • Schulungen in Grundlagen der „Öffnung von Schule“
  • Beratungen zum Thema „Sozialraumorientierung“
  • Coaching zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Präsentation von „good practice“-Beispielen

Sie haben Fragen? Dann rufen Sie uns an unter: 0251-98 79 18 2