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Mobbing, Gewalt, Schulmüdigkeit - außercurriculare Themen im Brennpunkt

Schule ist Teil des Lebens und steht in ständigem Austausch mit diesem. Deshalb gehört es zur ganz normalen Erfahrung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, dass allgemein relevante Themen auch in den Schulalltag hineinwirken und Aufmerksamkeit einfordern. Ob Lebens- oder Berufsorientierung; ob Ernährung oder Gesundheit; ob Mobbing, Gewalt oder Krisen - in jedem Fall kommt es entscheidend darauf an, wie diese Themen konzeptionell in das Curriculum eingebunden werden.

Aus jedem neu aufkommenden Thema ein neues Unterrichtsfach zu formen, bedeutet sicherlich eine Überforderung für die Institution Schule. Aber daraus die Konsequenz zu ziehen, es gänzlich zu ignorieren, ist ebenfalls kein gangbarer Weg. Denn unterhalb der Oberfläche "schwelt" es weiter und birgt so erhebliches Störpotenzial für den Schulalltag.

In unserem letzten Newsletter haben wir bereits konzeptionelle Ansätze etwa für die Frage geliefert, wie sich das Thema "Krise" über die gesamte Breite des Unterrichts-Angebots mit genuin pädagogischen Instrumenten bearbeiten lässt  (vgl. hierzu Artikel: "Schulkrisen frühzeitig erkennen"). Dennoch ist eine Frage noch näher zu beleuchten: Wie lässt sich ein Thema pädagogisch aufbereiten, ohne die vorhandenen Ressourcen der Schule über Gebühr in Anspruch zu nehmen?

Dazu bedarf es sicherlich zweierlei:

  • Klarheit über das Thema: Nicht jede Ausgrenzung und Abgrenzung von einem Schüler oder einer Schülerin ist gleichbedeutend mit Mobbing.
  • Netzwerk-Arbeit: Die Nutzbarmachung von externem Sachverstand fördert den rationellen Umgang mit neuen Themen.

Ein drittes kommt hinzu: Um eine größere Nachhaltigkeit der pädagogischen Arbeit im Hinblick auf die neuen Themen zu erreichen, hat sich eine Loslösung vom "Lernort Schule" als besonders zielführend erwiesen. Ob Klassenfahrt oder Besuch anderer schulexterner Orte, wie z. B. Kirchengemeinde, Unternehmen oder gemeinnützige Einrichtung - durch die Loslösung verringern sich die im Alltag auf vielfältige Weise wirkenden Bindungen, neue Bezüge insbesondere zur Arbeitswelt werden geschaffen, neue Erlebnisse und Eindrücke öffnen die Schüler dafür, sich mit allgemein relevanten Themen kreativ und lösungsorientiert auseinanderzusetzen.

Das können wir für Sie tun:

  • Aufarbeitung der Gruppendynamik
  • Aufbau und Schulung von "Streitschlichtern"
  • Erarbeitung von Handlungsstrategien für die Lehrpersonen und
  • Entwicklung eines "Frühwarnsystems" für Gewalt und Ausgrenzung


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