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IfpB Angebot Onlineberatung Distanzlernen

Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft aktuell vor viele Herausforderungen - auch die Schulen. Wir möchten Sie dabei unterstützen! Nachdem die anfänglichen technischen Schwierigkeiten über­wunden sind, stellen sich an vielen Schulen nun verschiedene pädagogische Fragen:

  • Wie kann Distanzlernen gestaltet werden, damit Schüler*innen selbstständig lernen können?
  • Wie können Lehrer*innen die zur Verfügung stehenden digitalen Tools nutzen, um effektiv Lernmaterialien bereitzustellen?
  • Wie können Eltern so weit wie möglich entlastet werden?

Gerne möchten wir, das Institut für pädagogische Beratung, mit Ihnen an einer passgenauen Lösung für Ihre Schule arbeiten. Es entstehen Ihnen keine Kosten. Vereinbaren Sie ein Telefongespräch mit einem Institutsmitarbeiter.
 

Die Problemlage
Das derzeitige Distanzlernen läuft über digitale Medien. Viele Schulen haben ein schul­eigenes Online-System, mit dem die Kommunikation gestaltet wird, z.B. Iserve in NRW. Diese Systeme sind aber in ihrer Lernkonzeption weitgehend traditionell im Sinne eines lehrer­zentrierten Lernens aufgebaut. Erfolgreiches selbstgesteuertes Lernen erfordert jedoch viele weitere Elemente, die durch die Programme kaum unterstützt werden (Video­kommunikation, Messenger-Systeme, Aufgaben-Verwaltungs-Programme usw.). Doch gerade in der Krise besteht die Möglichkeit, die Bedeutung der Selbststeuerung der Lernenden im Lern­prozess zu stärken - denn wenn die Kids zu Hause sitzen, gibt es dazu gar keine Alternative.

Was kann man jetzt tun?
Wir bieten Ihnen unsere Unterstützung an. Wir können Ihnen helfen, ganz rasch (unter Nutz­ung genau der digitalen Kommunikations-Werkzeuge, die Sie an Ihren Schulen ein­setzen) einen "großen Sprung nach vorne" zu tun. Das klingt so, als sollten die durch die Krise gebeutelten Schulen jetzt "noch mehr" arbeiten. Im Gegenteil: Durch ein paar Ver­ein­bar­ungen im Kollegenkreis kann die tatsächliche Belastung der Lehrkräfte sogar gesenkt werden. Machen Sie also aus der Krise eine Chance, den Unterricht und das Lernen an Ihrer Schule weiter zu entwickeln. Das zahlt sich sofort aus - auch für die ja hoffentlich bald wiederkehrende Normalität in den Schulen.

Ein kleines Beispiel: Einer Berliner Gesamtschule gelang es innerhalb einer Woche, mit Hilfe Ihrer SeGeL-Gruppe (Arbeitsgemeinschaft Selbstgesteuertes Lernen), alle Kolleg*innen mit einem Grundmuster zu versorgen, mit dem diese ihre Lernangebote Online an die Schüler*innen geben konnten.

Die Basis der Lernumgebungen ist die Kompetenzorientierung: Jedes Lernangebot öffnet mit einem Smartziel. Daran andockend werden den Kids die zum Ziel passenden Aufgaben visualisiert - so ähnlich wie in einem Flussdiagramm. Mit Pfeilen wird gezeigt, wie die Kids von einer Aufgabe zur nächsten navigieren können. An den Knotenpunkten steht eine Raute mit einem Fragezeiten - Anlass zur Reflektion, wie weit die Lernenden mit der Zielerreichung sind. Am Ende kommen die Lernstränge wieder in einen Endknoten zusammen. Dort steht noch mal das Smartziel, und die Aufforderung: Gib eine Selbsteinschätzung: Wie gut kannst du das jetzt?

Umsetzungsmöglichkeiten
Dieses Format hat die Schule in zwei Videokonferenzen der Projektgruppe entwickelt - mit Be­teiligung der Schulleitung. Es wurde ein "vorläufiges Format" definiert und einige Muster-An­wendungen erarbeitet. Diese gehen über das Wochenende an alle Kolleg*innen. An den drei Folgetagen (Mo, Di, Mi) fanden Videokonferenzen für alle Kolleg*innen statt (das geht auch als Messenger-Konferenz). Donnerstags konnten bereits die Kolleg*innen selbst­ständig damit arbeiten.

Die Rolle unseres Instituts
In diesem Beispiel wurde die Kompetenz eines unserer Instituts-Mitglieder als Schul­ent­wicklungs­berater nur zu einem kleinen Teil abgerufen. Den Löwenanteil haben die aktiven Kolleg*innen der Schule aus der SeGeL-Gruppe selbst geleistet.

Wenn Sie unsere Kompetenz anfragen wollen, sind Sie herzlich eingeladen!