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Professionalisierung von Schulbegleitern

 

Schulbegleiter werden im Zuge der Umsetzung integrativen Unterrichts mehr und mehr gebraucht. Aber wer macht das und mit welcher Ausbildung? Wie können Schulen sicher sein, dass zumindest einfache Standards in der Ausbildung und im Verhalten der bei ihnen auftretenden Schulbegleiter vorausgesetzt werden können?

 

Außer Modellversuchen zur Professionalisierung in Thüringen und Hildesheim gibt es wenig Ansätze zur Ausbildung der Integrationshelfer, wie sie auch genannt werden. Jed*r kann ohne jede Ausbildung und Vorkenntnisse diesen Beruf ergreifen. Wie können Schulträger und Schulen dazu beitragen, dass Schulbegleiter außer mit viel gutem Willen mit mehr Professionalität agieren können?

 

Wo ist ein Ansatzpunkt?
Schulbegleiter wünschen sich oft ausdrücklich ein Mehr an Professionalität und ein Vernetzung. Hier können Schulträger und Schulverbände ansetzen und Netzwerke einrichten. Das IfpB bietet eine kompetente Betreuung dieser Zusammenschlüsse. Sie wirken einer Vereinzelung der Schulbegleiter entgegen und entwickeln durch moderierte Feedbackrunden und Fortbildungsangebote eine Professionalisierung der Schulbegleiter, die für sie, ihre Schützlinge und deren Lehrer*innen eine Steigerung der Bildungs- Lebensqualität darstellen.

 

Die Begleitung von Schützlingen über längere Bildungsgänge birgt den Vorteil der biografischen Begleitung und damit oft einer guten Vertrauensbasis, die bei guter Kooperation mit in das neue System genommen werden kann. Wenn Schüler*innen ihre*n Schulbegleiter*in zum Beispiel aus der Grundschule in die Sekundarschule mitbringen, können Bildungsbrüche entstehen, wenn Schulbegleiter*in und neue Schule nicht aufeinander vorbereitet sind. Netzwerkarbeit wirkt hier vorbereitend, informierend und moderierend. Idealer Weise entsteht am Ende der Entwicklung die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams. Dass wir an vielen Stellen von diesem Ideal noch weit entfernt sind, ist ein offenes Geheimnis.  Wenn Schulträger oder Fortbildungsinstitutionen hier noch zu wenig tätig werden, kann es durchaus auch eine Initiative einer einzelnen Schule sein, die zur Selbsthilfe greift und Schulbegleiter*innen, Sozialpädagog*innen, Lehrer*innen vernetzt und ihnen eine betreute Moderation ermöglicht. Das IfpB steht für große und kleine Netzwerklösungen zur Verfügung.