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Inklusion und Bildungsmanagement in der Kommune

Das Bildungsmanagement guckt auf die Zahlen, die Pädagogik auf die betroffenengerechte Umsetzung der Inklusion – beides geht nicht zusammen. Dachte man lange Zeit.

Kommunen machen heute andere Erfahrungen: Sie verzahnen die um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bemühte Inklusion mit dem Bildungsmanagement – denn das eine geht nicht mehr ohne das andere: Schüler sind keine Produkte, die sich bepreisen lassen, und pädagogische Konzepte können nicht blauäugig an jeder kommunalen Finanzplanung vorbei durchgesetzt werden.

In den Kommunen entstehen zurzeit Prozesse jenseits von Zuständigkeitsgrenzen, an denen sich Länder und Bund orientieren können: Experimentelles Handeln vereint eine humane, um Vielfalt bemühte Pädagogik mit der Planbarkeit und der ökonomischen Ausrichtung von Pädagogik.

Die Inklusion ist ein gutes Beispiel für die notwendige und immer öfter praktizierte Zusammenarbeit von Bildungsmanagern und Pädagogen: Die Kommune ist auf ein gutes Management der neuen Konzepte angewiesen, will sie eine um Vielfalt bemühte Schul- und Bildungslandschaft schaffen – denn Öffentlichkeit und Politik wollen informiert werden, mitreden, mitentscheiden. Handelt das Management jedoch nur wirtschaftlich ohne die ethischen und pädagogischen Implikationen von Inklusion und Bildungsgerechtigkeit, gerät es in blinden Aktionismus, den ihm Eltern, Lehrer, Schüler und andere Betroffene nicht durchgehen lassen werden.

Bildungsmanagement und Pädagogik gehören zusammen:

Die Pädagogik kann eine Gewährleistung sein für integrierte und inklusive Schulformen, das Management für rationale Pädagogik.

Und die Wirtschaft kann von all dem profitieren.

Das IfpB hat seine Konzeption mit viel Erfolg in Kommunen und bei kommunalen Verbänden vorgestellt: Mit der Mischung aus Praxis, Theorie und Empirie lässt sich unserer Erfahrung nach dieses komplexe Feld angemessen bearbeiten.