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Praxisbezug statt Konzeptprosa – Plädoyer für eine nachhaltige Schulentwicklung

Im Rahmen unserer langjährigen Tätigkeit machen wir immer wieder eine Erfahrung: Gegen die Involvierung eines externen Partners bei der Schulentwicklung bestehen zunächst mehr oder minder starke Vorbehalte. Diese liegen in der Befürchtung begründet, hier solle Schule nach Maßgabe von Kategorien des Managements und der Effizienz umgestaltet werden. Diese Reaktion ist nachvollziehbar. Denn seit PISA lastet ein enormer Reformdruck auf die Bildungslandschaft, der den Akteuren keine Zeit ließ, mit den neuen Konzepten auch eine neue Begrifflichkeit zu entwickeln. Statt dessen griff man auf eine Sprache zurück, die in einem eher pädagogikfernen Bereich vorgeprägt wurde: dem Marketing. Deshalb werden heute Veränderungsprozesse der Schule häufig mit Begriffen beschrieben, die dem Handwerkskasten einer Werbeagentur entliehen sind. Da geht es um „Wettbewerbsanalyse“, um „Stärken-Schwächen-Profil“, um „Branding“ oder um „Positionierung“ – um nur einige Termini zu nennen.

Durch die Etablierung von Management-Kategorien auf einem genuin pädagogischen Spielfeld besteht in der Tat die Gefahr eine schleichende Verschiebung der Sichtweise auf Schule. Um es an einem Beispiel zu beschreiben, bei dem Management- und Schulrealität auseinanderklaffen: Die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen führt dazu, das Standortumfeld – also die Bevölkerung in unmittelbarer Nachbarschaft – in zunehmenden Maße zu vernachlässigen. Das ist aber ein Weg, den Schule nicht mitgehen kann. Sie weist sehr viele stark wirkende Bezüge zum sozialräumlichen Umfeld auf und hat diese bei der Schulentwicklung zu berücksichtigen.

Deshalb hat das Institut für pädagogische Beratung (IfpB) bei Schulentwicklungsprozessen schon frühzeitig einen anderen Weg beschritten:
Das IfpB betrachtet nicht allein das Schul-„Management“, sondern Schule in ihrer Gesamtheit inklusive der sozialräumlichen Bezüge.

Wir achten auf die starke Einbeziehung der PädagogInnen vor Ort, weil so die Theorie eine praxisbezogene „Erdung“ erhält.

Dem IfpB geht es nicht um abstrakte Konzeptprosa, sondern um die enge Verzahnung eines individuellen Konzepts mit einer kontinuierlichen Begleitung der Schulentwicklung. Denn eine nachhaltige Veränderung bewirkt man nicht durch Konzeptprosa sondern durch Verstetigung neu einzuübender Prozesse.

Das können wir für Sie tun:

  • Schulungen in Grundlagen der „Öffnung von Schule“
  • Beratungen zum Thema „Sozialraumorientierung“
  • Coaching zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Präsentation von „good practice“-Beispielen


Sie haben Fragen? Dann rufen Sie uns an unter: 0251-98 79 18 2