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Eigenprofilierung und Anschlussfähigkeit: Zwei Seiten einer Medaille

Das Schlachten heiliger Kühe - das ist ein wesentliches Merkmal der aktuellen Bildungsdiskussion. Schien das dreigliedrige Schulsystem bis vor ein, zwei Jahren noch unantastbar, so beteiligen sich heute selbst konservative Politiker an der Entwicklung von Schulmodellen, die man mehr oder weniger als „verschämte“ Gesamtschul-Konzepte betrachten kann. Mit einem Wort: Die Bildungslandschaft ist zurzeit enorm in Bewegung, nichts ist so sicher wie die Unsicherheit darüber, wie es weitergeht.

Grund für diese tektonischen Bewegungen in weiten Teilen der deutschen Bildungslandschaft ist der Bedeutungsverlust der Hauptschule. Stand sie bis vor 10, 15 Jahren noch für einen klar konturierten Ausbildungsweg, so ist sie heute immer weniger in der Lage, echte Perspektiven für die Schüler zu bieten. Ein glaubwürdiges Bildungsversprechen ist ihr abhanden gekommen.

Was für eine ganze Schulform zutrifft, hat auch Relevanz für jede einzelne Schule. Ein Lernort, der den SchülerInnen glaubwürdige Perspektiven für den individuellen Aufstieg eröffnet, erhöht seine Chance im zunehmenden Bildungswettbewerb. Und: Je mehr Perspektiven er eröffnet, desto besser. Aus diesem Grunde sind Schulen heute mehr denn je in der Pflicht, über das eigene Bildungsangebot zu wachen und es gegebenenfalls zu modifizieren.

Es sind vor allem zwei Bausteine, mit denen Schulen heute ihre Attraktivität für SchülerInnen erhöhen: Eigenprofilierung und Anschlussfähigkeit.

  • Die Eigenprofilierung dient dem Zweck, ein Bildungsangebot zu schaffen, das unverwechselbar ist. Die Entwicklung eines passgenauen Angebots setzt eine bewusste und nachhaltige Auseinandersetzung mit der regionalen Bildungslandschaft voraus, gilt es doch, einerseits eine freie Nische zu besetzen und andererseits die Erwartungen und Anforderungen des sozialräumlichen Umfelds zu bedienen.
  • Unter Anschlussfähigkeit ist die Kompatibilität der Schule mit anderen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen der kommunalen Bildungslandschaft zu verstehen. So gehen Schulen immer häufiger dazu über, sowohl den Übergang Kita-Schule als auch den Übergang Schule-Ausbildung bzw. Universität durch aufeinander abgestimmte Programme optimal zu gestalten. Insofern ist die Entwicklung der Anschlussfähigkeit immer auch Teil der Eigenprofilierung.

Durch eine erfolgreiche Standortbestimmung und Harmonisierung mit anderen Bildungsträgern tragen Sie zur Erhöhung der Attraktivität der kommunalen Bildungslandschaft bei.

Das können wir für Sie tun:

  • Workshops zur Schulentwicklung
  • Initiierung eines Dialogs zwischen Ihrer Schule und möglichen schulexternen Partnern.
  • Entwicklung eines Schulprofils vor dem Hintergrund der Schulhistorie, der individuellen Stärken und der Erwartungen von außen.

Sie haben Fragen? Dann rufen Sie uns an unter:  0251-98 79 18 2