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IfpB begleitet Schulneubau

Zuweilen ergeben sich Chancen für eine neue Pädagogik unverhofft. So geschehen etwa bei der Geschwister-Scholl-Schule in Bad Laer. Im Jahre 2009 wurde infolge einer baustatischen Untersuchung festgestellt, dass der zentrale Altbau, der die Verbindung darstellte zwischen zwei weiteren Gebäudeteilen, einsturzgefährdet war und deshalb abgerissen werden musste.

Für den Neubau standen zwei Alternativen zur Diskussion: ihn entweder nach den alten Plänen wieder aufzubauen oder im Lichte der aktuellen pädagogischen Erkenntnisse neu zu gestalten. Die Schulleitung mit Wolfgang Saltenbrock und Klaus Berdelmann entschied sich für die zweite Variante unter möglichst breiter Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Planungsprozess.

Aus diesem Grunde wurde am 16. Dezember 2009 von einem Moderatoren-Team des IfpB ein Workshop geleitet, an dem Schüler, Eltern, Lehrer sowie Vertreter aus Kommunalverwaltung, Politik und Wirtschaft beteiligt waren und ihre spezifischen Wünsche und Anforderungen formulieren konnten. Ein Verfahren, dass das IfpB unterstützt hatte, weil dadurch eine Vermittlung hergestellt werden konnte aus öffentlichen Erwartungen und den Anforderungen einer neuen Pädagogik.

Im Rahmen dieses Prozesses kristallisierte sich schnell das Konzept eines jahrgangsbezogenen Lernhauses heraus: Jeder Jahrgang erhält ein eigenes Lernhaus, das sowohl Gruppenarbeit als auch Einzelarbeit ermöglicht und genügend Platz für Gesprächskreise sowie für die Phasen der frontalen Vermittlung innerhalb und außerhalb der Klassenräume bietet. Die Räumlichkeiten weisen eine besondere Flexibilität auf, die u. a. Methoden- und Medienvielfalt, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenumstreffen und die Zusammenarbeit mit mehreren Klassen ermöglichen. Zudem wurde ein sinnvolles Nebeneinander von offenen und geschlossenen Lernräumen realisiert: Je drei Klassenräume eines Jahrganges grenzen an einen verbindenden Flur, der ebenfalls Lernräume, wie z. B. Foren, Arbeitsecken, Medieninseln, Kommunikations- und Einzelarbeitsnischen, bietet.

Das architektonische Ergebnis ermöglicht eine neue ergebnis- und zielorientierte Arbeits- und Lernkultur, die durch aktives, handlungsorientiertes, entdeckendes, forschendes und selbst verantwortetes Lernen geprägt ist. Das Von- und Miteinander erfährt eine stärkere Gewichtung und damit auch die Kommunikation und Kooperation.

Das können wir für Sie tun:

  • Wir moderieren Prozesse und Veranstaltungen
  • Workshops zur Öffnung der Schule
  • Schulungen in Öffentlichkeitspartizipation
  • Basismodule Elternarbeit und Beteiligung von Stakeholdern

Sie haben Fragen? Dann rufen Sie uns an unter: 0251-98 79 18 2